Energieberatung: Hotel

Ergebnisse der Energieberatung:

  • Gesamtersparnis in %

    30,7 %

  • Ersparnis in Euro/Jahr

    6 997,00 €

  • Zuschuss Maßnahmen

    ca. 7 500,00 €

  • ROI Maßnahme inkl. Zuschuss

    3,94 Jahre

Ausgangssituation

Das betrachtete Objekt, das Hotel ist in einem Anlagen- und gebäudetechnisch angemessenen Zustand. Das Gebäude und die Anlagentechnik weisen Schwachstellen auf. Diese sind mit geringen Investitionskosten zu beheben und könnten zu einer Energieeinsparung führen. Das Hotel hat 35 Zimmer und eine Gesamtfläche von ca. 1.120m².

Die Mitarbeiterzahl beläuft sich auf 24 Vollzeitbeschäftige. Durch die Heizung des Gebäudes, den Wellnessbereich, das Restaurant, den Indoor-Pool und einem Massagebereich, wird neben Strom eine enorme Menge an Flüssiggas für die Beheizung benötigt. Die Heizung wird durch ein mit Flüssiggas betriebenes Blockheizkraft unterstützt. Der Ölkessel (Niedertemperaturkessel – kein Brennwertkessel) wird seit dem Einbau des BHKWs nur noch als Spitzenlastkessel verwendet.

Lösungsansatz

Heizungssystem:
Es wird ein Wechsel auf Hocheffizienzpumpen mit stufenloser Leistungsregelung empfohlen. Damit die Pumpen effizient betrieben werden können, ist es erforderlich, dass beim Austausch der Pumpen auch die Thermostatventile gewechselt werden und ein hydraulischer Abgleich des gesamten Heizsystems durchgeführt wird. Durch den Austausch der Pumpen kann Energie eingespart werden. Durch den Austausch der Thermostatventile wird das Raumklima verbessert. Je Pumpe ist eine Einsparung erkennbar.

Beleuchtung:
Aufgrund der Betriebszeit der Beleuchtung ist ein Umstieg auf LED beim Ausfall der Beleuchtung sinnvoll. Ein derzeitiger Wechsel macht Sinn, da die vorhandenen T8 Leuchtstoffröhren teilweise kaputt sind und die Beleuchtungsqualität ist nicht mehr optimal. Dies ergibt eine installierte Leistung von 3,85 kW LED Ersatzbirnen für den Ersatz von Glühbirnen haben eine Leistung von 9W. Dies führt zu einer neuen Leistung von 1,81 kW. Mit einer Laufzeit von 5 Stunden und 365 Arbeitstagen für die Beleuchtung (laut Eigentümer) ergibt sich ein Verbrauch von 5.621,00 kWh pro Jahr für die Beleuchtung.

Kälteanlagen:
Durch den Einsatz neuer drehzahlgeregelter Kältemaschinen und einer neuen Steuerung, kann die Kälteerzeugung deutlich effizienter betrieben werden. Des Weiteren reduzieren sich die Wartungs- und Instandhaltungskosten der Maschinen. Durch die hohe Laufzeit der einzelnen Kältemaschine ergibt sich auch eine geringe Taktungszeit, die zu einer höheren Lebensdauer der Anlage entwickelt. Aktuell Takten die Maschinen bei jedem Bedarf und schalten sich somit mehrmals am Tag ein und aus. Dies ist schlecht für die Anlagen und die Nutzungsdauer. Eine einheitliche Regelung und Steuerung kann diesem Problem entgegenwirken. Die Einbindung der aktuellen Kaltwasserspeicher (eventuell eine Aufteilung in mehreren Temperaturzonen).

Fenster:
Die aktuellen Fenster sollten durch dreifach verglaste Wärmeschutzfenster ausgetauscht werden. Durch die neuen luftdichten Fenster und dem geringeren Wärmeein- und Austrag, kann Energie eingespart werden. Des Weiteren ist ein Komfortanstieg für die Hotelzimmer und das Restaurant möglich. Die Uw-Werte der neuen Fenster sind anstatt der alten Fenster um knapp 60% effizienter und besser. Der U-Wert gibt an, wieviel Wärme durch das Bauteil verloren geht. Je niedriger der Wert, desto besser das Bauteil. Die aktuellen Fenster haben einen U-Wert von 2,5-3,5. Um die Einsparung zu berechnen wurden nur die besseren Fenster betrachtet. Es wurde der Uw-Wert von 2,5 W/m²K als Bestand angesetzt. Für die neuen Fenster wurde ein Uw-Wert von 0,88 W/m²K angesetzt.

Maßnahmenförderung

Im Verfahren Einzelmaßnahmen werden der Ersatz und die Neuanschaffung von einzelnen Anlagen bzw. Aggregaten ab einem Netto-Investitionsvolumen von 2.000 Euro mit einem Förderbetrag von bis zu 30.000 Euro je Maßnahme (Standort) bezuschusst. (Zuschuss Energetische Maßnahme / Querschnittstechnologie)

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