Energieeffizienzberatung Landwirtschaft

Bundesprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau.

Die Steigerung der Energieeffizienz ist ein wichtiger Baustein der europäischen und deutschen Energiepolitik. Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) legte die Bundesregierung am 3. Dezember 2014 ihre Effizienzstrategie vor.

Das Bundesprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau ist ein Element zur Umsetzung der im NAPE aufgeführten Ziele und beinhaltet verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung des Energieeinsparpotentials. Für die Umsetzung stehen voraussichtlich finanzielle Mittel für die Jahre 2016 bis 2018 zur Verfügung.

Die Maßnahmen erfolgen in zwei Bereichen. Zum einen werden Beratung und Wissenstransfer gefördert, um Informationsdefizite abzubauen und betriebsindividuelle Maßnahmen zur Steigerung des Energieeinsparpotenzials aufzuzeigen. Zum anderen werden Investitionen für langlebige Wirtschaftsgüter gefördert, die die Energieeffizienz des Produktionsprozesses landwirtschaftlicher Primärerzeugnisse maßgeblich steigern.

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Beratung und Wissenstransfer

1. Betriebliches Energieeinsparkonzept

Durch die Beratung soll der Unternehmer konkrete Vorschläge für wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz für seinen Betrieb erhalten. Die qualifizierte Begleitung bei der Umsetzung der Maßnahmen durch die sachverständige Person kann ebenfalls gefördert werden.

Ergebnis der Beratung ist ein betriebliches Energieeinsparkonzept.

Die Beratung kann nur dann gefördert werden, wenn sie von einem zugelassenen Sachverständigen erfolgt und ein entsprechender Antrag bei der BLE eingegangen und bewilligt wurde.

Die Zulassung als Sachverständiger für die landwirtschaftliche Energieberatung erfolgt nach Antragstellung bei der BLE und Vorliegen der entsprechenden Qualifikationsvoraussetzungen.

2. Energieeffizienztische

Der Wissensaustausch von Unternehmern aus den Bereichen Landwirtschaft, Energie- und Technologieanbieter und die damit verbundene Netzwerkbildung sollen dazu beitragen, dass die Energiesparpotenziale noch konsequenter realisiert werden. Das wesentliche Element eines Energieeffizienztisches ist ein regelmäßiger, durch einen Sachverständigen moderierter Austausch.

Die Organisation und Durchführung kann gefördert werden.

Investitionsmaßnahmen

1. Einzelmaßnahmen

Förderfähig sind einzelne oder mehrere Investitionen eines Antragstellers zum Ersatz oder zur Nach- beziehungsweise Umrüstung von einzelnen Anlagen oder Aggregaten in den folgenden Technologien durch hocheffiziente, am Markt verfügbare Anlagen oder Aggregate:

  1. Elektrische Motoren und Antriebe
  2. Pumpen
  3. Ventilatoren
  4. Anlagen zur Kälteerzeugung
  5. Wärmespeicher
  6. Umdeckung der Gewächshaushülle von Einfacheindeckung auf festinstallierte Mehrfachbedachung;
  7. Einbau eines zweiten, dichtschließenden Energieschirms mit eigenem Antrieb in ein bestehendes Gewächshaus.

2. Optimierung von Systemen oder Teilsystemen zur Verminderung des Energieverbrauchs

Im Rahmen der systemischen Optimierung werden auf der Grundlage eines betriebsindividuellen Energieeinsparkonzepts der Ersatz und die Erneuerung technischer Systeme auf der Basis energiesparender Technologien gefördert. Die systemische Optimierung umfasst dabei alle Anlagen beziehungsweise Anlagenteile, die dazu beitragen, den Energieverbrauch eines technischen Systems zu verringern.

3. Neubau von Niedrigenergie-Gebäuden für die pflanzliche Erzeugung

Bei Neubau-Investitionen in Niedrigenergie-Gebäude (beispielsweise Gewächshäuser, Kulturräume, Kühllager, Trocknungsanlagen), die der Produktion pflanzlicher Primärerzeugnisse (einschließlich Pilzen) beim Erzeuger dienen, ist die erreichbare Energieeinsparung im Vergleich zum heutigen Standard (Referenz) durch ein Gutachten zu ermitteln.

  • Energieeffizienzanalyse
  • Einzelmaßnahmen (nach Katalog) – Energieeffizienzanalyse erforderlich
  • Querschnittstechnologien (auch Maßnahmen, die nicht Katalog enthalten sind) – Energieeffizienzanalyse nötig
  • Energetische Analysen (ganzheitliche Betrachtung/Teile der Produktion)
  • Neubau von Niedrigenergiehäusern zur pflanzlichen Erzeugung

Energetische Analyse/Beratung: 80% (max. 6.000€)

Einzelmaßnahme:

  • 20% (bei min. 25% Einsparung ggü. Referenz, max. 500.000€)
  • 30% (bei min. 35% Einsparung ggü. Referenz, max. 500.000€)

Querschnittstechnologie:

  • 20% (bei min. 25% Einsparung ggü. Referenz, max. 500.000€)
  • 30% (bei min. 35% Einsparung ggü. Referenz, max. 500.000€)

Neubau:

  • 20% (bei min. 40% Einsparung ggü. Referenz, max. 500.000€)
  • 30% (bei min. 50% Einsparung ggü. Referenz, max. 500.000€)
  • 40% (bei min. 60% Einsparung ggü. Referenz, max. 500.000€)

Min. 3.000€ bis max 2,5 Mio. € Investitionssumme.

  • Unternehmen mit Tätigkeit in der Landwirtschaftlichen Primärproduktion
  • Mit Niederlassung in Deutschland
  • Kleinstunternehmen (< 10 Mitarbeiter)

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  1. Kostenlose Projektprüfung und Erstgespräch
    der Fördermöglichkeiten
  2. Bewertung der Förderchancen
  3. Vertragsabschluss und Beantragung der Fördermittel
  4. Begleitung und Unterstützung im Projekt
  5. Nachweisverfahren und Auszahlung Förderung durch die Behörde.
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